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Die Geschichte Marbellas

Diputación de Málaga

Die Geschichte Marbellas

Marbella hatte ihren Fokus zunächst im Bergbau, dann in der Landwirtschaft und schließlich im Tourismus. Es ist eine alte und adlige Stadt. Nur wenige wissen: dass die ersten Siedlungen bis auf das Paläolithikum zurückgehen; dass die Römer mit den Thermen “Las Bóvedas” (einzigartig in ihrer Struktur) oder dem Dorf “Rîo Verde” (dessen kulinarischen Mosaiken außergewöhnlich sind) einen tiefen Fingerabdruck hinterlassen haben; dass Marbella eines der wichtigsten westgotischen Monumente des ganzen Landes (der paläochristlichen Basilika “Vega del Mar”) besitzt; dass die Araber Marbella als “bien habitada” (gut bewohnt) bezeichneten und eine Festung bauten, die die Zeit überdauert hat; und dass sich Marbella mit ihren Aussichtspunkten, aristokratischen Gebäuden wie das “Hospital Bázan” und den Klöstern, die die Rettung der “Cautivos de Berberîa” (darunter Cervantes) vermittelten,  in eine königliche Stadt verwandelt hat.

Als Marbella muslimisch war, wurde diese von den katholischen Königen zurückerobert und die Übergabe der Stadtschlüssel fand vor einem Kreuz (“Cruz del Humilladero”) statt, das heute in einem kleinen Tempel in Málaga, aufbewahrt wird. Von diesem Moment an verließen die Bewohner den befestigten Teil der Festung, um sich in der unmittelbaren Gegend anzusiedeln.

Schon im 19. Jahrhundert verfügte Marbella über die ersten Hochöfen in ganz Spanien und konnte so über 75 Prozent des Eisens (aus Holzkohle) produzieren. Die Eisenindustrie wurde durch die starke Konkurrenz im Norden (Vizcaya) zugrunde gerichtet, da diese bereits den rentableren Koks (durch Erhitzen unter Luftabschluss gewonnener Brennstoff aus Stein- oder Braunkohle) verwendeten.

Parallel wurde Marbella zur Pionierin im Bezug auf die Landwirtschaft. Ende des 19. Jahrhunderts entwarf der General Manuel Gutiêrrez de la Concha, Marquis del Duero, San Pedro Alcántara, ein großes Werk der landwirtschaftlichen Kolonie, das sich auf die Produktion von Zuckerrohr und Rüben spezialisierte. Dieser Entwurf über 10000 Hektar, der von einer Privatperson realisiert wurde, ist in Spanien einzigartig und erstreckt sich zwischen den Flüssen Guadaiza und Guadalmansa.
 

Um die Stadt kennenzulernen, muss man nur einen Spaziergang machen. Einen Spaziergang durch die Altstadt können wir an der „Calle Lobatas“ beginnen, wo die Häuser immer noch zwei Etagen besitzen. Von dort aus, können wir am „Plaza del Santo Cristo“ entlanggehen und in die „Calle Ancha“ einbiegen, um uns so der „Puente de Ronda“ zu nähern, von der aus sich zugleich der berühmte Platz „Plaza de Los Naranjos“ eröffnet. Hier befindet sich das Haus des Vogts (“Casa del Corregidor“), das  - wie auch das Rathaus - im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Neben dem Rathaus erhebt sich ein Gebäude, das das „Casa Grande de Marbella“ beherbergt und direkt daneben die Kapelle „Santiago“.

Im Zentrum finden wir auch die Pfarrkirche „Nuestra Señora de la Encarnación“ aus dem 18. Jahrhundert. Vom Ausgang der Kirche gelangen wir zu der bekannten „Calle del Viento“, die uns bis zum „Hospital de Bazán“ führt, das das „Museo del Grabado Español Contemporáneo“ beherbergt. Um Marbella weiter kennenzulernen, sollte man durch die Straßen von „El Barrio“ spazieren, von denen die meisten Fußgängerzonen sind, die sich weit weg von dem Tumult befinden und deren mit Blumen verzierte Häuser – wie z. B. in den Straßen „Luna“, „Sol“ und „Lucero“ oder „San Cristóbal“, „San Ramón“ oder „Aduar“ – dem Besucher ein anderes Bild von Marbella zeigen.

Marbella ist ein paradiesartiger Ort, voller Luxus, Traditionen, Menschen Stränden, Sonne, Golf, Restaurants und einer Mischung von Kulturen. Wer Marbella nicht besucht hat, kann nicht von sich behaupten, die Costa del Sol zu kennen.