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Der Palast Nájera: Das Gemeindemuseum

Diputación de Málaga

Der Palast Nájera: Das Gemeindemuseum

Das heutige Gemeindemuseum aus dem 18. Jahrhundert besticht mit seinem Aussichtsturm, bei dem es sich um den wohl schönsten der zivilen Architektur des barocken Andalusiens handelt.

Hinsichtlich der Konstruktion des Gebäudes können zwei Zeitalter deutlich unterschieden werden. Das Erdgeschoss stammt eindeutig aus dem 17. Jahrhundert, während der Aussichtsturm und das Dachgeschoss auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert zurückzuführen sind.

Der Turm aus speziell zugeschnitten Backsteinen wird als einer der schönsten unter den Palästen Andalusiens angesehen. Es handelt sich hierbei um eine barocke Umsetzung des Models, das seit dem 16. Jahrhundert wiederholt in der Stadt auftaucht.

Über den Hausflur, in dem der Besucher einen prachtvollen Sockel bewundern kann, kommt man zum Innenhof im barocken Mudejár-Stil. Dieser ist quadratisch und besitzt zwölf rote Kalksteinsäulen im toskanischen Stil aus dem Torcalgebirge sowie Bögen aus Backstein und wird als klassischer Patio Antequeras definiert.

Aus architektonischer Sicht muss auf das eindrucksvolle Treppenhaus hingewiesen werden. Dieses ist quadratisch angeordnet, besitzt einen doppelten Treppenabschnitt und wird von einer Kuppel überdacht, die mit übermäßig vielen Stuckarbeiten dekoriert ist.

Es folgt eine knappe Beschreibung des Rundganges durch die verschiedenen Ausstellungssäle des Museums:

Die Ausstellung beginnt mit dem archäologischen Bereich, der sich im Erdgeschoss befindet. Hier werden Fundstücke aus Singilia Barba, Nescania und Illuro gezeigt, die zum größten Teil zum Arco de los Gigantes gehören.

Im „Vorraum des Jünglings“ (Antesala del Efebo) treffen wir auf vorgeschichtliche und römische Überreste unter denen vor allem eine bronzene Verkörperung des Antiochia am Orontes und die weiße Marmorbüste des Tiberius Claudius Nero (85 v. Chr. bis 33. n. Chr.) hervorsticht.

Im nächsten Saal befindet sich das wohl emblematischste Ausstellungsstück des Museums: der Jüngling aus Antequera. Dabei handelt es sich um eine römische Bronzefigur aus dem 1. Jahrhundert, die als schönstes antikes Stück der iberischen Halbinsel angesehen wird.

Der Rundgang setzt sich im ersten Obergeschoss in der Abteilung der schönen Künste fort.

In der oberen Galerie kann der Besucher zwei Gemäldeserien über das Leben von Jesus Christus und der Heiligen bestaunen. Daneben bestechen weitere Arbeiten, darunter eine Reliquienbüste der Santa Eufemia und eine Inmaculada aus der Werkstatt des Pedro de Mena.

Der Saal des Chorpults (Sala del Facistol) hat seinen Namen von diesem wundervollen Lesepult erhalten, das sich in der Mitte des Ausstellungsraums befindet. Auf diesem liegen zwei prachtvolle Chorbücher von 1570. Darüber hinaus gibt es weitere Arbeiten von Pedro Atanasio Bocanegra und wichtige Goldschmiedearbeiten.

Im Saal der kleinen Schränke (Sala de las Tacas) kann der Besucher Gemälde von Künstlern wie Antonio Mohedano Gutiérrez oder Pedro Bocanegra bewundern. In den kleinen Nischen, die diesem Raum seinen Namen geben, befinden sich außergewöhnliche Goldschmiedearbeiten aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert.

Im angrenzenden Saal wird das zweitwichtigste Ausstellungsstück der Sammlung gezeigt: der wundervolle San Francisco de Asís (1663) von Pedro de Mena y Medrano, eine Schnitzarbeit aus vielfarbigem Holz in Originalgröße.

Bedeutend sind auch der Saal der Virgen del Socorro oder der Saal der Virgen del Rosario, in denen wichtige Stücke der Bruderschaften Antequeras aufbewahrt werden. Im unteren Saal finden wir siebzehn Arbeiten des zeitgenössischen Malers Cristóbal Toral aus Antequera. Im Untergeschoss gibt es zwei Multimediasäle.

Kulturräume > Museen
Palacio de Nájera. Coso Viejo, 6, Postleitzahl 29200
952704021