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Mauergecko (Tarentola mauritanica). Große Wanderweg Málagas

Diputación de Málaga

Mauergecko (Tarentola mauritanica). Große Wanderweg Málagas

IDENTIFIZIERUNG  

Kleines Reptil (Kopf-Schwanz-Länge bis zu 19 cm) mit einem robusten Aussehen und einem flachgedrückten Kopf und Körper. Der Kopf hebt sich vom Körper ab. Am Rücken hat er an den Beinen und am Schwanz kleine konische Ausstülpungen oder Tuberkelschuppen, die ihm ein raues Aussehen verleihen. Die Beine sind kurz und robust. Die Finger sind am Ende sehr breit und haben innen Lamellen. Sie sind so ausgestattet, dass er sich auf vertikalen Flächen bewegen kann. Krallen hat er nur dritten und vier Finger jedes Beines. Er ist braun oder braungrau mit hellen und dunklen Flecken. Die Intensität der Färbung variiert je nach Lichteinfall, von sehr dunklen Tönen am Tag bis zu helleren in der Nacht.

WO SIE LEBEN (LEBENSRAUM) 

Art, die eine Vielzahl von Lebensräumen nutzt. Er ist häufig an felsigen Orten, in Baumstämmen, Ruinen und Gebäuden anzutreffen. Er ist besonders häufig in Kleinstädten, in Wohnsiedlungen am Rande von Städten und an Brücken und Autobahntunneln.

WIE SIE LEBEN

Er ist perfekt an das Leben auf vertikalen Oberflächen und sogar an Decken angepasst, wo es sich mit agil fortbewegt. Die verbreiterten Finger und die inneren Lamellen bilden eine Haftstruktur, mit dem sie problemlos klettern und in schwierigen Positionen bleiben und der Schwerkraft trotzen können. Die wahre Anziehungskraft der Finger von Geckos liegt in der großen Anzahl winziger Haare (Setae), die sie auf den Lamellen besitzen. Diese Haare üben durch „van der Waals-Kräfte“  eine Anziehungskraft auf die Oberfläche aus, eine Art physikalisch-chemische Bindung, die auf der chemischen und elektrostatischen Anziehungskraft zwischen Molekülen beruht (molekulare Adhäsion). Mauergeckos sind Dämmerung und nachtaktiv, besonders in städtischen Gebieten. Sie sind darauf spezialisiert, Insekten um künstliche Lichtpunkte herum einzufangen, weshalb sie häufig in der Nähe von Laternen an Wänden zu sehen sind. In natürlichen Lebensräumen sind sie eher tagaktiv.  Sie nehmen ein Sonnenbad, um die Kalorien aufzunehmen, die sie während ihrer Nachtjagden benötigen. Ihre Jagstrategie ist eine Mischung aus langsamen Anschleichen und schnellen Schnappen der Beute. Sie fressen alle Arten von kleinen Gliederfüßlern, insbesondere Spinnen und Mücken. In den kälteren Monaten verringern sie ihre Aktivität erheblich, suchen Schutz in Hohlräumen von Wänden und Dächern und gehen nur an sonnigen Tagen aus.

WIE SIE SICH FORTPFLANZEN

Die Fortpflanzung erfolgt im Frühjahr und Frühsommer. Während der Brunstzeit geben sie Stimmgeräusche zur Verteidigung des Territoriums ab. Während der Paarung halten die Männchen die Weibchen mit dem Maul am Bauch fest. Das Weibchen legt normalerweise zweimal je 1 bis 2 Eiern, wobei Risse in Wänden, Felsen oder Bäumen verwendet werden. Die Inkubationsdauer ist je nach Wetterbedingungen sehr unterschiedlich und an heißen Orten viel kürzer als an kalten.

WO MAN SIE SEHEN KANN

Häufige und leicht zu beobachtende Art. Er ist in Ronda sehr reichlich vorhanden. Dort kann man zahlreiche Gruppen von Geckos um die Straßenlaternen in der Altstadt sehen. Kann praktisch auf allen Etappen des Großen Wanderweges beobachtet werden.

SCHUTZGRAD - GEFAHR (KATALOG)

Aufgenommen in die „Listado Andaluz de Especies Silvestres en Régimen de Protección Especial“ (Andalusische Liste der besonders geschützten Wildarten). Er ist keinen relevanten Bedrohungen ausgesetzt, da es das wahrscheinlich am weitesten verbreitete Reptil in Málaga und eines der am häufigsten vorkommenden ist.

INTERESSANTE FAKTEN  

Nach alten volkstümlichen Glauben spuckt der „böse Gecko“ auf Menschen und verursacht Kahlheit. Es ist absolut falsch, dass Geckos spucken. Und natürlich können sie bei niemandem Haarausfall verursachen. Sein für viele Menschen unangenehmes Aussehen und die Übertragung bestimmter negativer Werte auf Reptilien haben viel dazu beigetragen, dass diese Art zu einer negativen Legende wurde. In Wirklichkeit sind Geckos sehr nützlich, da sie in Städten große Mengen an Insekten fressen. Sie stellen ein natürliches Insektizid dar, eine völlig freie Methode zur Schädlingsbekämpfung.

ÄHNLICHE ARTEN (KANN MIT…VERWECHSELT WERDEN) 

Er kann mit dem Europäischen Halbfinger verwechselt werden, der sich durch seine viel größere Größe, robusteren Proportionen und Krallen nur am dritten und vierten Finger jedes Gliedes auszeichnet.

Routen, von denen man Folgendes beobachten kann

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