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Die Geschichte von Alfarnate

Diputación de Málaga
Alfarnate. Callejón Aljofar

Die Geschichte von Alfarnate

Der Name stammt von der arabischen Bezeichnung „Al-Farnat“, was so viel wie Getreidemühle bedeutet. Trotzdem gehen die ersten Siedlungen bereits auf die Vorgeschichte zurück, wie wir aus den Überresten schließen können, die in den Bächen „Palancar“ und „Morales“ gefunden wurden.

Der erste schriftliche Nachweis der beiden Dörfer Alfarnate und Alfarnatejo (auch „Los Alfarnates“ genannt) gehen auf das zehnte Jahrhundert zurück, als diese als Bauernhof für die Produktion von Mehl genannt werden. Daher stammt auch der Name. Die Festigung des Dorfes gehört jedoch in die Zeit nach der Eroberung durch die Christen vierzehnhundertsiebenundachtzig. Zwischen vierzehnhundertneunundachtzig und vierzehnhundertneunzig wurden diese Länder von Siedlern aus anderen Teilen der Region bevölkert. Im achtzehnten Jahrhundert lösten sich die beiden Dörfer, die bis zu diesem Zeitpunkt historisch eng miteinander verbunden waren, voneinander. 

Die Bewohner von Alfarnate und Alfarnatejo teilen eine einzigartige Legende, von der ihre Beinamen „Palancos“ und „Tejones“ stammen. Der Schauplatz dieser war der alte Weg, der beide Dörfer miteinander verband. Hier befand sich ein großer Stein, der die Grenze der beiden Dörfer aufzeigte. Man erzählt von einem großen Sturm, der diesen ins Rollen brachte und der auf der Mitte des Weges zum Stehen kam. Der Weg war nun versperrt. Um den Stein zu entfernen, hatten die Dorfbewohner verschiedene Ideen. Die Dorfbewohner von Alfarnate wollten Stäbe mitbringen, um den Stein mit einer Hebelbewegung (palanco) zu entfernen. Die Bewohner von Alfarnatejo hingegen wollten Spaten und Hacken mitbringen, um den Stein zu unterhöhlen. Daher der Name „tejones“ (was so viel wie Dachs bedeutet). Am Ende einigte man sich auf den Vorschlag von Alfarnatejo und der Stein rollte in das Flussbett, in dem er sich angeblich noch heute befindet.

Ende des 19. Jahrhunderts beginnt das Phänomen des „Bandolerismo“ (Banditentum) in Andalusien, von dem Alfarnate besonders betroffen ist, da sich das Dorf direkt am „Puerto de los Alazores“, einem Gebirgspass und dem königlichen Weg von Málaga nach Granada, befindet.

Die Wirtschaft des Dorfes basiert vor allem auf dem landwirtschaftlichen Sektor mit einem Bewässerungssee durch die Bäche und Flüsse, die durch dieses Gebiet ziehen. Es werden Oliven- und Mandelbäume, Weizen und Kichererbsen (diese sind von höchster Qualität und sehr berühmt, wurden sie doch schon von Cervantes genannt) kultiviert.