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Die Geschichte von Serrato

Diputación de Málaga

Die Geschichte von Serrato

Die Ursprünge Serratos gehen bis auf das Neolithikum zurück. Kleine Siedlergruppen ließen sich aufgrund des fruchtbaren Bodens und dem Überfluss an Wasser hier nieder. Die Mehrheit der Überreste stammt aus den Zeiten der Römer und Araber, darunter unter anderen das römische Dorf Serrato, das an die heutige Stadt angrenzt und arabische Ruinen, wie die der Festung Castillo de Ortegîcar.

Weiterhin wurden zwei Skulpturen in Serrato gefunden, die uns die römische Vergangenheit der Gemeinde näherbringen: der Hirte von Serrato und der Dionsysioskopf in Bronze.

Der Hirte von Serrato

Diese einzigartige Skulptur wurde 1954 während der täglichen landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem Landgut Cortijo de los Villares entdeckt. Auch wenn es keine aussagekräftigen Beweise gibt, scheint es, dass diese zur Verzierung des Cortijos gehörte. Das schließt man aus der eigentümlichen Ikonografie der Statue und den zahlreichen Fundstücken in der Umgebung, unter denen verschiedene architektonische Überreste, wie zahlreiche Keramikfragmente und vor allem viele einzelne Stücke einer Bronzeskulptur hervorstechen.

Kurz nachdem die Statue entdeckt wurde, brachte man sie nach Rom, wo sie sich bis heute im Rathaus befindet. Es handelt sich dabei um eine Arbeit aus weißem, nicht besonders poliertem Marmor, der höchstwahrscheinlich aus einem Steinbruch der Provinz stammte. Es fehlt der Kopf, es ist jedoch die Aushöhlung vorhanden, auf der dieser einst thronte.  

Scheinbar wurden mit diesen Skulpturen und anderen bildhauerischen Arbeiten mythischer Thematik einst die Park- und Gartenanlagen der Kleinstädte verschönert. Kleinere Skulpturen, besonders die aus Bronze, dienten wohl eher der häuslichen Dekoration, wie zum Beispiel von bestimmten Gefäßen. 

Die Datierung der Arbeit wird auf Mitte bis Ende des 2. Jahrhundert nach Christi geschätzt.

Der Dionsysioskopf in Bronze

Dieser prachtvolle Bronzekopf wurde vor dem Jahr 1946 auf dem Gelände des Cortijos de los Villares entdeckt, dem Ort, an dem später auch die Hirtenskulptur gefunden wurde. Neben dem Kopf wurden auch weitere Fragmente derselben Statue, darunter Teile der Beine, der Brust, einer Schulter und dem Rücken ausgegraben.

Der Kopf ist der einzig erhalten gebliebene Teil der Skulptur. Es fehlen jedoch die linke Wange und der Mund. Auch das Kinn weist geringe Schäden auf. Seit vielen Jahren wird er im Archäologischen Museum in Málaga aufbewahrt. 

Im Hinblick auf die moderne Geschichte von Serrato sei darauf hingewiesen, dass die Gemeinde seit dem 11. Mai 1999 eine eigenständige Kommunalverwaltung hat. Diese Entscheidung ging aus der Volksabstimmung am 27. August 1994 hervor, bei der die Bürger für die Abspaltung der Gemeinde von Ronda stimmten. Zuvor gehörte sie zunächst zu Cuervas del Becerro und später zu Ronda.

Serrato bekundete das Gesuch zur Abspaltung, wie Montecorto, im Mai 2011 und der Regionale Beirat der Junta de Andalucîa (Regierung von Andalusien) gab am 13. November 2014 grünes Licht für die Unabhängigkeit des Dorfes.

Serrato, das Tor zum Gebirge Serranîa de Ronda, grenzt nördlich an den Gemeindebezirk von Guadalteba und im Südosten an das Gebirge Sierra de las Nieves. Es befindet sich 30 Kilometer von Ronda, 8 Kilometer von Cuervas de Becerro, 18 Kilometer von Cañete la Real und 90 Kilometer von Málaga entfernt.

Die Form der Erdoberfläche des Gebiets unterscheidet sich dadurch, dass es hier sehr holprige und steile seitliche Bergabhänge gibt, die im Kontrast zu den nur leicht hügeligen Gipfeln wie Colorado, Juan Pêrez oder dem Bergland Sierra de Ortegicar stehen, die ein Gefälle von 8% nicht übersteigen.

In der näheren Umgebung befinden sich die Quelle Cañamero, aus denen der Fluss Guadalteba und der Bach Barranco entspringt, die beiden am Dorf Serrato vorbeifließen.

Der Hauptzufluss des Stausees Guadalteba kommt zweifelsohne von der Quelle Cañamero.