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Cuento y Leyenda de Alfarnatejo

Diputación de Málaga

Cuento y Leyenda de Alfarnatejo

Der Name ist ein Diminutiv des Wortes „al-farnat“, das „Mehlmühle“ bedeutet und ebenfalls dem Ort Alfarnate seinen Namen gegeben hat.

  • VOLKSBEZEICHNUNG:

Alfarnatejones.

  • SPITZNAME:

Tejones.

Die Nähe der Ortschaften Alfarnate und Alfarnatejo zueinander hat Anlass zu einigen gemeinsamen Ereignissen, Geschichten und Legenden gegeben, darunter die nachfolgend erzählte.

  • LEGENDE:

Laut einer dieser Legenden ist der Ursprung der Spitznamen der Einwohner von Alfarnate (Palancos) und Alfarnatejo (Tejones) eher legendär als historisch belegt. Gemäß Überlieferung fiel nach starkenRegenfällen ein Stein von enormer Größe auf den einzigen Verbindungsweg zwischen den beidenDörfern und machte ein Passieren unmöglich. Um schnelle Abhilfe zu leisten, benutzten die Bewohnervon Alfarnate Eisenstangen und Knüppel als Hebel, um den Stein wegzustemmen. Die Bewohner von

Alfarnatejo hingegen untergruben mit Spitzhacken und Schaufeln den Stein mit der Absicht, diesen bergabrollen zu lassen. Letztere Methode erwies sich als die effektivere, denn der Stein rollte auf Grund seineseigenen Gewichts bis in das Tal hinab, wo er sich laut Legende noch heute befindet.

Eine Tradition besagt, dass ein junger Mann, der um ein Mädchen im heiratsfähigen Alter werben wollte – in jener Zeit als „hablarle a una moza“ bezeichnet – einen Knüppel oder einen groben Stock suchen, diesen nachtszum Haus des Mädchens bringen und dort vor die Tür legen musste. Das Mädchen kannte natürlich den jungen Mann, der den Stock nachts vor ihre Tür gelegt hatte; nun musste sie entscheiden, was sie mit dem Stock tun würde. Wenn der junge Mann dem Mädchen nicht besonders gefiel oder keine gute Partie war, blieb der Knüppel draußen; war das Mädchen jedoch verliebtund wurde eine Hochzeit zwischen ihnen begrüßt, dannnahm sie den Knüppel mit ins Haus, als offizielles Zeichen, dass die Familie die Beziehung guthieß.

Sobald diese erste Phase der „Knüppelprobe“abgeschlossen war und die Beziehung eine gewisse Zeit bestanden hatte, bestätigte die zukünftige Braut den Hochzeitstermin, kaufte die für das Nähen derLiegestatt erforderlichen Wollvliese und leitete damit einen weiteren Brauch ein, der von der gesamten Gemeinde gepflegt wurde: das „Desmontao“. Die Wollvliese mussten gewaschen werden, um den Geruch und den Schmutz zu entfernen. Hierzu begab sich das Mädchen der Tradition folgend früh morgens zur Quelle „Fuente de Conejos“, um die Wolle zuwaschen. Sobald die Vliese trocken waren, trafen sich alle Jungesellinnen und Junggesellen im Haus der Braut, um das Ritual des „Desmontao“ (Entfernen von Unreinheiten, Dornen usw. aus der Wolle) durchzuführen. Diese Reinigung dauerte zwischen 10 und 15 Tage und mündete in Treffen mit Festcharakter, an denen die Jüngeren nicht teilnehmen durften, da sich die Erwachsenen anzügliche Geschichten und Witze zu erzählen pflegten.

In Alfarnatejo existiert eine Legende über einenversteckten Schatz, wie es in den meisten Ortschaftenmit arabischer Vergangenheit der Fall ist. Diese Legende wurde kürzlich wiederbelebt, und zwar durchdie Ankunft von Fremden aus Nordafrika, die anhand eines Plans, in dem von Tajo de la Gomera (Tajo deGómer) die Rede war. Die Maße auf diesem Plan warenin Ellen angegeben und zählten von einem Stein miteinem darin eingeschlagenen Hufeisen aus.

 

Berichten und Legende
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