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Die Geschichte von La Viñuela

Diputación de Málaga

Die Geschichte von La Viñuela

Der Dorfkern von La Viñuela, auch als die Oase in der Axarquîa bekannt, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Dorf bildete sich aus von einem Gasthof aus, der sich noch heute an der Hauptstraße befindet, die einst der „Camino Real“ zwischen Vêlez und Granada war. Der Ort, an dem sich dieser Gasthof befand, war auch unter dem Namen „La Viñuela“ bekannt, da es in unmittelbarer Umgebung zahlreiche  „viñas“ (Weinberge) gab. So wurden die ersten Häuser des Dorfes um den Gasthof herum errichtet und das Dorf entstand.

Das Dorf scheint aus relativ junger Vergangenheit zu stammen (aus dem 18. Jahrhundert), das Gelände, auf dem sich dieses befindet war jedoch schon im Mittelpaläolithikum und auch zur Römerzeit bewohnt. Das zeigen zahlreiche archäologische Überreste, die hier gefunden wurden. Besonders nennenswert sind die gefundenen Überreste der Fundstätten am Flussbett des Flusses Guaro. Dabei handelt es sich um Fundstücke, die sich über das Neolithikum bis zur Römerzeit erstrecken. Aus der Bronzezeit stammen u. a. Hütten, Stangen und Brennöfen zum Schmelzen von Bronze.

Daneben wurden auch Ölmühlen und römische Amphoren zum Transport von Öl gefunden. Die Römer hinterließen am Stausee von Viñuela ihre Spuren und noch heute leben die Menschen hier – wie schon ihre Vorfahren - von der Landwirtschaft.

Der Bau des Stausees, der das Wasser vom Fluss Guaro aufnimmt, ist wahrscheinlich das wichtigste Ereignis der modernen Zeit. Die Entscheidung diesen zu bauen begann 1890, aber eine endgültige Entscheidung wurde erst 1981 getroffen. Der Stausee überflutete 900 Hektar des Gemeindebezirks, darunter Gebäude wie z. B. das Dorf Herrera oder das Landhaus Matagallar. Auch wenn dies von großem Nutzen für die Gemeinschaft war, erzählen die Betroffenen, dass sie nur sehr wenig Geld für ihre Ländereien und Besitztümer bekamen. Andererseits darf nicht vergessen werden, das der Bau des Stausees die Gemeinde gestärkt hat, war sie doch vorher ein Geflecht aus vielen kleinen Dörfern und Landhäuser wie „Los Romanes”, „Las Casillas“, „Los Castillejos“, „Los Calderones“, „Ermita“, „Los Ventorros“  und natürlich „La Viñuela“. Darüber hinaus gibt es zwei Gemeinden, die auch zu „Canillas de Aceituno“ gehören: „Los Millanes“ und „Los Gómez“.

Wenn durch das Dorf spazieren, treffen wir auf die Hauptstraße, die einst der „Camino Real“ zwischen Vêlez-Málaga und Granada war. Auf dem ersten Abschnitt befindet sich der restaurierte Gasthof, der immer noch geöffnet ist. Weiter unten finden wir die Kirche „San Josê“ aus dem 16. Jahrhundert und gegenüber das Rathaus. Die Hauptstraße mündet in dem Bach Casado und einem wunderschönen Park, der Ende des letzten Jahrhunderts angelegt wurde.

Bis heute lebt das Dorf vom Wein- und Olivenanbau und verkauft den größten Teil der Olivenproduktion an die Ölmühle von „Los Romanes“. Heute entwickeln sich zwei weitere Wirtschaftszweige: das Bauwesen und der Tourismus.