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Die Geschichte von Totalán

Diputación de Málaga

Die Geschichte von Totalán

Laut Don Mateo Gallego ist die Bezeichnung Totalán arabischen Ursprungs und bedeutet so viel wie Torte oder Fladen. Diese Theorie basiert auf den verschiedenen aufgefundenen Dokumenten, die von verschiedenen Gehöften mit dem Namen „Tortela“, „Tortila“ und „Tortalán“ sprechen. Diese waren – so Don Gallego – die Ortschaften, in denen man feinstes Gebäck herstellte.

Seitdem bewahrt Totalán seinen Namen, auch wenn keine Überreste von diesem Handwerk gefunden wurden. Die historische Vergangenheit von Totalán ist ähnlich der seiner Nachbarorte. Die ersten dokumentierten Verweise sprechen von iberischen Siedlungen, aber es existieren kaum Informationen über die Zeit bis zur „Reconquista“. Erst dann erscheint das Dorf als Aussiedlerhof von „Afoz de Málaga“. Aus der prähistorischen Zeit besticht vor allem ein Dolmen, der den Namen „Tumba del Moro“ (Grab des Mauren) trägt und der äußerst interessant für Touristen ist. Dieser wurde 1995 von einer Schulklasse entdeckt. Die Überlieferung erzählt, dass sich unter diesem Hügel das Grab eines muslimischen Herrscher befindet. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Legende. Nachgewiesen ist, dass in der Umgebung des Dolmens menschliche Knochen gefunden wurden, die über 4000 Jahre alt sind und mit der Epoche der Dolmen von Antequera übereinstimmen.

In jedem Fall gibt es zahlreiche Spuren der arabischen Vergangenheit. Es besticht der Turm „Salazar“, der sich am südlichsten Teil des Gemeindebezirks, auf einem Hügel über dem Meer, befindet. Seine Funktion war die Verteidigung des Dorfes und er fügte sich in eine Reihe von Wachttürmen ein, die es am Küstenstreifen gab. Später, im Jahr 1492, nach der Eroberung der Umgebung von Málaga wurde der Turm in „Torre Totalán“ umbenannt. 

Der Dorfkern bleibt unversehrt, verlängert und breitet sich über den Bergabhang des „Cerro de El Ejido” aus. Von dem höchsten Punkt aus kann man den labyrinthartigen Entwurf der Straßen erkennen. Von hier aus erhebt sich nur die Kirche „Nuestra Señora del Rosario” aus dem 16. Jahrhundert, die eine Säule aus rotem Marmor und eine Krypta hinter der Kapelle der „Virgen del Rosario“ besitzt. Diese ist der ganze Stolz der Einwohner.

In jener Zeit war der Bach reich an Wasser und in den überlieferten Daten wird von einer Ölmühle aus Stein gesprochen. Dies weist darauf hin, dass die Mühlen in diesem Gebiet von großer Bedeutung waren.

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch dieser Gemeindebezirk – wie viele andere – von der Reblausplage heimgesucht, die die meisten der Weinreben und damit die Existenz der Bewohner vernichtete. Dies war eine Zeit in der viele der Bewohner in das benachbarte Dorf El Palo zogen. Heute gehört El Palo zu Málaga.

Die größte Fluchtwelle begann jedoch 1940, als das Dorf 1377 Einwohner zählte. Vom Spanischen Bürgerkrieg bis heute hat Totalán immer weniger Einwohner. Die Dorfbewohner bauen – wie schon ihre Vorfahren – Mandeln und Oliven an. Auch der Weinanbau wird fortgeführt und die hier produzierten Weine sind leichter im Geschmack als die aus Cómpeta. Trotzdem stützt sich die Haupteinnahmequelle des Dorfes auf das Bauwesen und andere Arbeiten, denen die Bewohner in der Hauptstadt Málagas nachgehen.