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Die Geschichte von Tolox

Diputación de Málaga

Die Geschichte von Tolox

Über die Gründung des Dorfes gibt es nicht viele Dokumente. Einige bestätigen, dass es sich bei den ersten Siedlern um die Phönizier handelte, während andere auf den Einfluss der Tartesser in diesem Gebiet hinweisen. So ist sicher, dass einige Überreste aus dem Neolithikum in der „Cueva de la Tinaja“ gefunden wurden. 

Auch besteht kein Zweifel über die Zeit der Römer. In dem Gemeindebezirk hat man Überreste, wie z. B. einen Gedenkstein gefunden, der 1770 entdeckt wurde und von der römischen Vergangenheit des Dorfes erzählt. Der Stein gehört zu einem Grabmonument, den ein Patrizier zu Ehren seines Sohnes hier aufstellen ließ.

In jedem Fall stammen die ersten eindeutigen Beweise der Geschichte von Tolox aus dem Jahr 833, in dem die Festung von Omar Ben Hafsun besetzt wurde. Dieser verstärkte die Festung und machte sie – nach der in Bobastro - zu einer der wichtigsten im Königreich, war die Lage doch ein strategisch wichtiger Punkt für die Emire von Córdoba. Nach dem Tod von Omar im Jahr 917 erbte Soleiman, einer seiner vier Söhne, die Festung. Dieser wurde jedoch im Jahr 1921 von Abderramán besiegt. Abderramán zerstörte die Festung und befahl den Bau einer Moschee oder Synagoge.

Dieses Gebiet gehörte seit 1487 zur katholischen Krone. Es ist sicher, dass Angulo Sancho Bürgermeister von Tolox war und dass ihm sieben Teile der Aufteilungen von 1488 zugesprochen wurden. Die katholischen Könige ermöglichten den Mauren hier weiter wohnen zu bleiben unter der Bedingung, dass diese in einem Getto leben sollten, lehnspflichtig wurden und die christliche Religion, Justiz, Sprache und Kleidung respektieren mussten. Diese Privilegien wurden unter den späteren Königreichen immer weiter beschnitten, bis sich die Mauren taufen lassen musste, was dazu führte, dass die meisten das Gebiet verließen und nach Afrika auswanderten.
 

Während dieser Zeit lebten – wie bereits erwähnt – Mauren und Christen in getrennten Stadtvierteln. So stammt aus dieser Zeit auch die wohl wichtigste Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Gruppen. Während des Vorabends von Weihnachten 1568 diskutierten das Dienstmädchen des Benefiziaten und die Tochter des maurischen Bürgermeisters über den Wert des Gebäcks. Dabei bevorzugte der Benefiziat die gebackene Konfitüre, was zu einem Streit führte. Die Maurin drohte der Christin und erzählte ihr von einer Falle, die die Mauren den Christen noch diese Nacht stellen wollten. In dieser Nacht begannen die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Mauren und Christen, die sich in der Festung von Alozaina verstecken mussten, während die Mauren ihre Häuser verbrannten.

Tolox befindet sich am Fuße der „Sierra Blanca“ und „Sierra Parda“, mitten im Naturpark der „Sierra de las Nieves“. Der urbanistische Entwurf ist kurvig, die Straßen sind steil und haben einen Abwasserkanal. Die Häuser ähneln denen der Gemeinde: Sie sind weiß und mit Blumen verziert. Die Besucher können verschiedene schöne und ruhige Plätze wie den „Plaza de los Poyos“ oder „de la Rinconada del Castillos“, der auch unter dem Namen „Los Llanitos“ bekannt ist, besuchen. Außerhalb lohnt sich der Besuch der Kapelle „San Roque“, die dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet ist. Die Natur, die Tolox umgibt, ist mit den Tannenwäldern, seinen über tausend Jahre alten Bäumen und den zahlreichen Flüssen, eines der schönsten Gebiete des ganzen Gemeindebezirks.

Die Wirtschaft basiert auf dem Anbau von Orangen und den Oliven. Daneben ist auch der Tourismus – aufgrund des berühmten Heilbads – nicht zu vergessen.