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Die Geschichte Casares

Diputación de Málaga

Die Geschichte Casares

Alle Kulturen, die sich hier in Andalusien und speziell in Casares angesiedelt haben, haben ihre Fingerbadrücke hinterlassen. So vermachten die Römer die Münzprägung und die speziellen Bäder “La Hedionda”. Diese wurden – wie uns die Geschichte es auch über das gesamte Dorf erzählt - von Julius Cäsar in Auftrag zum Dank für die Heilung seiner Hautkrankheit gegeben. Cäsar badete in den sulfatreichen und alkalischen Bädern dieser Stadt.

Die Araber hinterließen ihren Fingerabdruck mit dem Bau der Festung, in deren unmittelbaren Umgebung die Aussiedlerhöfe auftauchten, die den Ursprung für den heutigen Stadtkern bildeten. 1361 unterschrieben Pedro El Cruel und der entthronte Mohamed V. von Granada den sogenannten “Pakt von Casares” aufgrund dessen der maurische König seinen Thron zurück erhielt und Casares in das nasridische Königreich integrierte. Casares wurde von den katholischen Königen nach der Übernahme von Ronda 1485 besiegt und unter die Herrschaft von Rodrigo Ponce de León, dem Herzog von Cárdiz gestellt.

Auf den Ruinen der Festung aus dem 13. Jahrhundert befindet sich die primitive Pfarrkirche “La Encarnación” aus dem 17. Jahrhundert. An dieser Stelle schloss der Herzog von Arcos die Kapitulation der maurischen Rebellen. Die Revolte der Mauren des Berglandes, an denen Casares aktiv teilnahm, wurden von Don Juan aus Österreich niedergeschlagen. Hier wurde der Pakt geschlossen, der dem Kampf zwischen dem Herzog von Arcos und dem Anführer der Mauren ein Ende setzte.

1759 fand die Trennung von Manilva statt und Casares war nun unabhängig. Casares verteidigte sich gegen die Invasion der Franzosen und war mit Cádiz die einzige Stadt, die nicht von den napoleonischen Truppen besiegt wurde.
 

Casares beherbergt Orte von spektakulärer Schönheit, so z. B. der “Torre de la Sal”, von dem aus wir die Wellen des Mittelmeeres bewundern können, oder das Gebirge “Crastellina”, in dem wir botanische Enklaven (ähnlich der, die es in dem Gebirge “Bermeja” gibt) vorfinden oder die Grotten des Bergmassivs “Utrera” erforschen können.

Über die Stadtplanung ist zu sagen, dass die Straßen eng und steil sind und fast alle an die maurische Zeit zurückerinnern. Einige von ihnen haben spezielle Geschichten, wie z. B. die “Callejón del Rey”, in der, der maurische König durch die Hände eines Untertan ums Leben kam; oder die “Calle Villa”, die ursprünglich der Eingang zur Stadt war (als diese eine Stadtmauer besaß); oder die “Calle Mazmorrilla” in der die Gefangenen in den Kerkern litten.

Um zu den Ruinen der Festung – die gleichzeitig ein wunderbarer Aussichtspunkt ist - zu gelangen, müssen wir an der steilen “Calle Arrabal” entlanggehen. Wenn wir von der Festung herabsteigen, können wir den “Plaza de España” bewundern, von dem besonders ein Brunnen hervorsticht, der von Carlos III. in Auftrag gegeben wurde. Und natürlich das Haus von Blas Infante, das ein verpflichtender Besuch für Touristen ist. Dabei handelt es sich um ein Haus mit zwei Stockwerken, mit Fenstern und Türen aus Holz und Geranien, die von den Balkonen herabhängen. Drinnen spüren wir die pure Essenz Andalusiens. Das Gebäude beherbergt auch eine aktuelle Kunstausstellung mit Stickereien oder mit Espartogras, die von den Einwohnern Casares angefertigt werden.

Aufgrund des artistischen Kulturgutes wurde Casares 1978 zum “Conjunto-Artîstico” ernannt. Daneben seine römischen Bauwerke, die “Baños de la Hedionda”, die Altare an die Jugend und die Göttin Fortuna”, der Aquädukt in Crestellina, usw.

Dieses Dorf hat immer eine starke Verbindung zur Erde und Landwirtschaft gehabt: Hier finden wir viele Weinreben, Avokados und Zitrusfrüchte werden angebaut und Vieh wird gezüchtet. Der Tourismus, aufgrund der Nähe zur Küste und das Bauwesen sind Haupteinkünfte für diese Gemeinde.